Im Laufe der Nacht erscheint eine zweite Version des Schreibens: Jetzt bekennt sich offen die Vulkangruppe, jener linksextreme Zusammenschluss, der 2021 und 2024 die Tesla-Gigafactory sabotierte und am 3. Januar 2026 die Kabelbrücke am Teltowkanal angezündet hatte. Rund 50 000 Haushalte saßen tagelang im Dunkeln – und genau daran will die Gruppe anknüpfen.
Sie droht, „den Osten Berlins zur Testzone“ zu machen und spricht von einem Zeitzünder an einem Umspannwerk in Marzahn-Hellersdorf. Ob es sich um Bluff oder akute Gefahr handelt, ist unklar – doch die Ansage ist eindeutig: Noch einmal soll der Strom fallen.
Wie reagieren Staatsschutz und Netzbetreiber auf die neue Eskalation?
Seit dem Morgengrauen sichern Polizeikräfte Trafostationen, während Kriminaltechniker die Echtheit des Dokuments prüfen. Parallel fahndet das BKA nach Lieferwegen für Zündschnüre und Brandbeschleuniger, die beim ersten Anschlag benutzt wurden. Bislang fehlen jedoch Fingerabdrücke und verwertbare DNA-Spuren; nur Schuhabdrücke in Löschschaum deuten auf zwei Täter hin.
Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses tagt im Eilverfahren, doch Sicherheitskreise warnen hinter vorgehaltener Hand: „Wir jagen eine Tinte auf Papier – keine Person.“
Unterdessen wächst die Nervosität in den Wohnzimmern der Hauptstadt.
