Nach dem Blackout: Extremistische Gruppe kündigt weitere Aktionen an

Supermärkte melden Rekordabsatz an Batterien, Campingkochern und Powerbanks. In Chatgruppen kursieren Listen: Wasserkanister, Decken, Kurbelradios. Alte Nachbarschaftsinitiativen erleben neuen Zulauf, während rechte Parteien das Thema für Wahlkampf-Parolen ausschlachten und linke Aktivisten über „staatliche Panikmache“ sprechen.

Doch jenseits der politischen Scharmützel eint ein Gefühl die Berliner: die Erkenntnis, wie verletzlich eine Metropole ist, wenn ein einziger Kabelstrang brennt.

Was bedeutet diese Lektion für Deutschlands gesamte Energielandschaft?

Experten warnen, ein weiterer Ausfall könnte Kaskaden auslösen: blockierte Straßenbahnen, gestörte Notdienste, eingefrorene Datenzentren. Netzbetreiber fordern daher Milliarden für stärkere Erdkabel, Brandschutzsensoren und bewaffnete Werkschutzeinheiten. Politisch bahnt sich ein „Infrastruktur-Sicherheitsgesetz“ an, das Sabotage am Netz künftig wie Terrorismus ahndet.

Ob das reicht, entscheidet womöglich schon die kommende Nacht – denn die Vulkangruppe hat den Timer gestellt, real oder in den Köpfen von Millionen. Berlin darf sich keinen zweiten Blindflug durch die Dunkelheit leisten.

Bleiben Sie dran – die Lichter der Stadt erzählen bald das nächste Kapitel.