Ein düsteres Jubiläum und ein wachsender Skandal: FireAid, der Brand in Palisades und die Krise um Gavin Newsom

Das Jubiläum in Pacific Palisades wird von zwei sehr unterschiedlichen Ereignissen geprägt, die verdeutlichen, wie stark das Vertrauen erschüttert ist.

Eine Zeremonie steht ganz im Zeichen des Gedenkens. Familien versammeln sich still, um der Verstorbenen zu gedenken, den Ersthelfern ihren Dank auszusprechen und den außergewöhnlichen Einsatz der Nachbarn zu würdigen, die einsprangen, als die offiziellen Systeme versagten. Die Zeremonie ist feierlich, zurückhaltend und von gemeinsamer Trauer geprägt.

Die andere Zusammenkunft ist weitaus konfrontativer.

Die Organisatoren beschreiben es als Forderung nach Rechenschaftspflicht, nicht nur für das Feuer selbst, sondern auch für die darauffolgende Kette von Versäumnissen. Ihre Botschaft ist unmissverständlich: Diese Katastrophe war nicht allein die Folge von Extremwetter. Sie war das vorhersehbare Ergebnis vernachlässigter Infrastruktur, regulatorischer Lähmung und einer Führung, die dem Image mehr Bedeutung beimaß als der Vorbereitung.

Diese Wut schwelte schon seit einem Jahr. Die Enthüllungen um FireAid haben sie nun wieder zum Kochen gebracht.

Was der FireAid-Bericht geändert hat

FireAid wurde als lebensrettende Maßnahme beworben – als Soforthilfe für vertriebene Familien, um ihnen beim Wiederaufbau und der Stabilisierung ihres Lebens zu helfen. Die Kampagne wurde mit Dringlichkeit und moralischer Klarheit geführt. Spenden Sie jetzt. Helfen Sie Ihren Nachbarn. Jeder Dollar zählt.

Dem neu aufgetauchten Bericht zufolge sind jedoch erhebliche Teile dieser Gelder möglicherweise nicht bei den Menschen angekommen, denen sie eigentlich zugutekommen sollten.

Die Vorwürfe umfassen intransparente Buchführung, fragwürdige Verwaltungskosten und fehlende Dokumentation darüber, wie viel Hilfe tatsächlich bei den Opfern ankam. Obwohl die Ermittlungen noch laufen, zeichnet der Bericht das Bild eines Hilfsapparats, der rasant wuchs, großzügig Gelder ausgab und mit minimaler Transparenz arbeitete.

Für Überlebende, die noch immer mit Versicherungsstreitigkeiten, Verzögerungen bei der Genehmigung und Wohnungsnot zu kämpfen haben, sind die Folgen empörend.

Viele Anwohner berichten, dass sie – teils öffentlich, teils implizit – dazu ermutigt wurden, dem Prozess zu vertrauen. Abzuwarten. Geduld zu haben. Darauf zu vertrauen, dass Hilfe kommen würde.