Eilmeldung – Traurige Neuigkeiten über George W. Bush!

Ein Sprecher von Präsident Bush bestätigte später Jennas Aussage und stellte klar, dass die Operation tatsächlich stattgefunden hatte und die Genesung noch andauerte. In einer Stellungnahme hieß es: „Präsident Bush ist nicht dafür bekannt, Ausreden zu suchen, aber es stimmt – er hatte Anfang des Jahres eine Wirbelsäulenversteifung im unteren Rückenbereich.“ Es war keine Rechtfertigung, sondern lediglich die Feststellung der Fakten. Bush wollte nicht, dass die Geschichte heruntergespielt oder als Gesundheitsupdate dargestellt wurde. Als die Meldung jedoch von selbst die Runde machte, erschien Klarheit notwendig.

Diese kleine Bestätigung veränderte den Ton des Gesprächs. Was viele zunächst als unbeschwerten Moment aufgefasst hatten, wurde zur Erinnerung an etwas Universelleres: das Altern, die Genesung und die stillen Kämpfe, die Menschen im Verborgenen ausfechten. Bush, mittlerweile Ende 70, hat sich einen aktiven Lebensstil bewahrt – er malt, fährt Rad, engagiert sich für Veteranen und tritt bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Doch die Operation verdeutlichte, dass selbst Männer, die Nationen geführt haben, nicht vor körperlichen Rückschlägen gefeit sind.

Jenna ging in ihrer Beschreibung der Denkweise ihres Vaters noch tiefer. Sie betonte, dass er nicht zum Stillstand oder zum Nachgeben gegenüber Einschränkungen veranlagt sei. Sein Leben lang habe er sich durch Unbehagen gekämpft – sei es politischer, emotionaler oder physischer Natur. Der Gedanke, das Spielfeld zu betreten und den Ball abzulehnen, sei ihm wohl nie in den Sinn gekommen. So tickt er einfach nicht. Für ihn bedeutet Verantwortung, sich ihr zu stellen, egal unter welchen Umständen. Und für ihn war der Wurf bei der World Series nicht nur eine Zeremonie. Er war symbolisch. Ein Moment, um die Tradition zu ehren. Ein Moment, um zu zeigen, dass er weiterhin präsent und engagiert war.

Das warf natürlich Fragen auf: Hätte er es tun sollen? Sollte jemand, der sich von einer Wirbelsäulenversteifung erholt, überhaupt etwas werfen, geschweige denn einen ersten öffentlichen Wurf ausführen, der Präzision und Kraft erfordert? Mediziner würden wohl nein sagen. Doch Bush folgte stets dem Motto: „Wer stehen kann, der kann es versuchen.“ Jenna gab zu, dass sie zwar seine Entschlossenheit bewunderte, sich aber auch wünschte, er würde sich ab und zu etwas mehr Zeit gönnen. Doch diese Zerrissenheit kennen viele Familien, die mitansehen müssen, wie ihre alternden Eltern sich überanstrengen.

Die öffentliche Reaktion verlief wie üblich: Videos kursierten in den sozialen Medien, es gab ein paar neckische Bemerkungen, echte Besorgnis und unzählige Kommentare zu allem Möglichen, von der Baseballtechnik bis zum Gesundheitszustand des Präsidenten. Doch unter diesen Reaktionen bildete sich eine andere Ebene des Respekts. Der Wurf war nicht perfekt, aber der Versuch zählte. Es war ein Zeichen des Engagements: Ein alternder Ex-Präsident erschien, beteiligte sich und weigerte sich, seine öffentliche Präsenz durch eine Operation bestimmen zu lassen.