Diplomatischer Eklat: Bundesregierung reagiert auf Medwedews provokanten Spruch

Mit einem einzigen Interview-Satz zündete Medwedew die Lunte: Er könne sich „Entführungsaktionen nach venezolanischem Vorbild“ auch gegen Bundeskanzler Friedrich Merz vorstellen. Die Bemerkung fiel in einem Gespräch mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass und verbreitete sich rasend schnell in sozialen Netzwerken und Nachrichtenkanälen.

Während deutsch-russische Beziehungen ohnehin auf Tiefstand sind, traf die Drohung mitten ins politische Zentrum Berlins. Beobachter sprechen von einem „kalkulierten Tabubruch“, der Moskaus Härte demonstrieren soll.

Lassen Sie uns nun einen Blick darauf werfen, warum Medwedew überhaupt zu solchen Worten greift.

Medwedew ist seit Jahren ­­– frei von offiziellem Amt, aber mit Kreml-Nähe – zum Sprachrohr aggressiver Rhetorik geworden. Seine Telegram-Posts schwanken zwischen zynischen Memes und handfesten Drohungen, was ihm international den Ruf eines „Krisen-Brandstifters“ eingebracht hat.

Analysten sehen hinter den Entführungsfantasien einen bewussten Versuch, den Westen einzuschüchtern und zugleich innenpolitisch Stärke zu demonstrieren. Die Botschaft: Russland schreckt vor nichts zurück, wenn es um Rivalen geht.

Doch wie reagieren deutsche Parteien, wenn selbst Ironie zum potenziellen Sicherheitsrisiko wird?