Politiker von SPD bis AfD fanden seltene Einigkeit: „Widerwärtig“ nannte SPD-Chef Lars Klingbeil die Drohung, CDU-Fraktionsvize Serap Güler sprach von „mafiösen Methoden“. Gleichzeitig war im Bundestag auch Galgenhumor zu hören; FDP-Abgeordnete machten Witze über „Medwedew 007“.
Abseits der Politik kochten soziale Medien: Unter dem Hashtag #HandsOffMerz trendeten Memes und Solidaritätsbekundungen, während Cyber-Trolle versuchten, das Narrativ ins Lächerliche zu ziehen.
Doch was sagen Sicherheitsexperten zu einer Entführung, die bislang nur Worte ist?
Ein Blick in Geheimdienstkreise zeigt: Eine reale Entführungsgefahr gilt als „äußerst gering“, doch die Aussage wird in laufende Gefährdungsanalysen eingepreist. Fachleute verweisen darauf, dass Russland ebenso psychologische Kriegsführung betreibe – Drohungen sollen Unsicherheit säen, nicht zwangsläufig umgesetzt werden.
Dennoch steht die Frage, ob das Kanzler-Personenschutzkonzept angepasst werden muss. Der BKA-Sicherungsdienst sieht sich „gut gerüstet“, will gleichwohl keine neuen Details nennen – Schweigen gehört zum Protokoll.
Jetzt wird es spannend: Wie positioniert sich die Bundesregierung offiziell zu Medwedews Worten?
