„Wir führen diesen Personalabbau auf Anweisung des Präsidenten durch, um die Bundesbürokratie zu verringern, die Dienstleistungen der Behörden zu verbessern und den Amerikanern mehr von ihrem hart verdienten Geld zu sparen“, sagte Lake.
Laut der Verwaltung wurden 532 Vollzeitstellen abgebaut. Dieser Schritt folgt auf monatelange Umstrukturierungen, Anordnungen von Sonderurlaub und Kürzungen der Finanzmittel, die bereits große Teile des VOA-Betriebs lahmgelegt haben.
Eine einst historische Institution am Scheideweg
Voice of America nimmt einen einzigartigen Platz in der US-amerikanischen Geschichte ein. Der Sender wurde während des Zweiten Weltkriegs als strategisches Instrument zur Bekämpfung der Nazi-Propaganda gegründet und entwickelte sich später zu einem Schlüsselelement der amerikanischen Informationsstrategie im Kalten Krieg. Jahrzehntelang sendete VOA Nachrichten in Länder, in denen unabhängiger Journalismus eingeschränkt oder gänzlich verboten war, und positionierte sich so als Symbol für Meinungsfreiheit und demokratische Werte.
Kritiker innerhalb der Trump-Administration argumentieren jedoch, dass die heutige VOA kaum noch Ähnlichkeit mit ihrer ursprünglichen Mission aufweist.
Statt als Gegengewicht zur autoritären Propaganda zu dienen, habe das Medium ihrer Ansicht nach zunehmend innenpolitische Voreingenommenheiten widergespiegelt und funktioniere weniger als Instrument nationaler Interessen, sondern vielmehr als eine weitere steuerfinanzierte Medienorganisation, die mit progressiver Ideologie verbunden sei.
Diese Überzeugung prägt das Vorgehen der Regierung seit Trumps Rückkehr ins Amt: Reduzierung, Umstrukturierung und, wenn nötig, Auflösung dessen, was sie als dysfunktionale Behörde betrachtet.
