Die Trump-Regierung streicht Hunderte weitere Stellen bei Voice of America, während die Demokraten protestieren.

Demokraten protestieren

Demokratische Abgeordnete und ihnen nahestehende Interessengruppen verurteilten die Entlassungen umgehend. Sie bezeichneten den Schritt als Angriff auf den Journalismus, die Pressefreiheit und Amerikas Rolle bei der Förderung demokratischer Werte im Ausland.

Manche warnten davor, dass eine massive Kürzung der VOA ein Vakuum hinterlassen würde, das autoritäre Regime schnell mit ihrer eigenen Propaganda füllen würden. Andere warfen der Regierung vor, die Budgetkürzungen als politisches Druckmittel einzusetzen, um einen ihr missliebigen Sender zu bestrafen.

Diese Einwände konnten im Weißen Haus jedoch nicht Fuß fassen, wo die Verantwortlichen weiterhin darauf beharren, dass die Probleme von VOA struktureller und nicht finanzieller Natur seien.

Aus ihrer Sicht würde eine einfache Erhöhung der Finanzkraft der Agentur das, was sie als tief verwurzeltes kulturelles und organisatorisches Versagen betrachten, nicht beheben.

Das Argument der Regierung: Reformen statt Schweigen

Die Befürworter der Kürzungen argumentieren, dass es bei der Kontroverse um VOA nicht um Zensur, sondern um Rechenschaftspflicht gehe.

Sie weisen auf mehrere unangenehme Realitäten hin:

Das Budget von VOA ist über die Jahre stark angestiegen, ohne dass sich die Effektivität nennenswert verbessert hätte.
Die Anzahl der Managementebenen nahm zu, während die Qualität der Ergebnisse stagnierte.
Die Programmgestaltung spiegelte zunehmend die Berichterstattung der US-amerikanischen Medien wider, anstatt sich auf ein ausländisches Publikum zu konzentrieren.
Das Vertrauen internationaler Hörer soll in wichtigen Regionen zurückgegangen sein.
Aus dieser Sicht sollen die Entlassungen nicht dazu dienen, Amerikas Stimme im Ausland zum Schweigen zu bringen, sondern sie zu etwas Schlankerem, Fokussierterem und Glaubwürdigerem umzubauen.