Manche Bilder haben die Kraft, uns noch lange nach dem Betrachten zu beunruhigen. Dieses hier zeigt einen Jungen, der im Gras sitzt, ein Buch in der Hand, sein Blick sanft, fast verträumt. Nichts Beunruhigendes, nichts Spektakuläres. Und doch ist dieses Foto im Nachhinein zum Symbol eines Schicksals geworden, das Fragen aufwirft, verstört und uns einlädt, über das nachzudenken, was sich manchmal in der Stille unsichtbarer Kindheiten abspielt.
Eine gewöhnliche Kindheit… zumindest oberflächlich betrachtet.

Jeffrey Dahmer wurde in einer beschaulichen Kleinstadt im amerikanischen Mittleren Westen geboren und wuchs in einem Umfeld auf, das von außen betrachtet ganz normal wirkte. Seine Eltern hatten einfache Pläne und aufrichtige Hoffnungen für ihren Sohn. Seine frühen Jahre werden als ruhig beschrieben, geprägt von Neugier und Fragen über die Welt um ihn herum. Er liebte es zu beobachten, zu verstehen und zu lernen.
Nichts deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass dieser unscheinbare Junge später zu einer der dunkelsten Gestalten der Zeitgeschichte werden würde. Wie viele Kinder ging er seinen Weg mit seinen Fragen, seinem Schweigen und gewissen persönlichen Fixierungen.
