Nach dem Blackout: Extremistische Gruppe kündigt weitere Aktionen an

Der Strom fließt wieder, aber das mulmige Gefühl verschwindet nicht: In Nikolassee summen Kühlschränke, in Zehlendorf flackern Straßenlaternen – doch viele Berliner halten Taschenlampen weiterhin griffbereit. Ermittler patrouillieren entlang der Kabeltrassen, während Techniker immer noch verschmorte Isolatoren begutachten.

Gleichzeitig sickert durch, dass Sicherheitsbehörden ein neues Schreiben prüfen: Eine bislang unbenannte Gruppe rühmt sich darin, „erst den Anfang gemacht“ zu haben – und verspricht eine Fortsetzung.

Lassen wir die Schleier der Anonymität etwas lüften, bevor sich die Warnung zuspitzt.

Veröffentlicht wurde das Dokument auf einem einschlägig bekannten Szene-Portal, kurz danach verschwand es wieder. Darin heißt es, man habe „weitere Brennpunkte im Visier“ und bereite „zeitnahe, punktuelle Unterbrechungen“ vor. Orte oder Termine fehlen – absichtlich, wie es heißt, um „die Verantwortlichen maximal zu verunsichern“.

Allein die Wortwahl – kämpferisch, technikaffin, anti-industriell – erinnert Kenner an frühere Bekennerschreiben, doch die Autoren signieren nur mit einem kryptischen Symbol. Fachleute rätseln, ob dahinter eine alte Organisation oder ein Nachahmer steckt.

Aber schon im nächsten Dokument fällt ein Name, der vielen Berlinern längst ein Begriff ist.