Der Tag beginnt mit dichten Schneewolken über Nord- und Mitteldeutschland. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen türmen sich bereits die Flocken, während starke Ostwinde erste Schneeverwehungen an Straßenrändern auftürmen. Meteorologen sprechen von einem „Dauerschneefall“, der binnen weniger Stunden zehn Zentimeter und mehr bringen kann.
Gleichzeitig drückt milde Atlantikluft von Südwesten herein – ein explosiver Mix. Die Temperaturgegensätze liefern dem Tief neuen Treibstoff, und die ersten Berichte von umgestürzten Bäumen und gerissenen Oberleitungen lassen nicht lange auf sich warten.
Jetzt wird es ernst – und der Deutsche Wetterdienst reagiert schneller, als viele Autofahrer ihre Scheiben freikratzen können …
Kurz nach Sonnenaufgang warnt der Deutsche Wetterdienst. Sturmboen bis 100 km/h peitschen die Nordseeküste, im Bergland schießen Orkanböen darüber hinaus. Besonders tückisch: In den Mittelgebirgen geht der Schnee vorübergehend in gefrierenden Regen über – die Fahrbahnen werden zum Eislaufplatz, noch bevor der Berufsverkehr richtig in Fahrt ist.
Städte wie Hannover, Braunschweig und Magdeburg melden binnen einer Stunde Dutzende Blechschäden, weil selbst Winterreifen gegen den unsichtbaren Eispanzer keine Chance haben. Viele Kommunen rufen die Bürger auf, Autofahrten nach Möglichkeit zu verschieben.
Doch das eigentliche Zentrum des Unwetters wandert weiter – direkt ins Herz Deutschlands …
