Viele Menschen können den Unterschied zwischen diesen Dingen nicht erkennen, aber es ist sehr wichtig.

Im überfüllten Einzelhandel müssen Konsumenten oft schnell entscheiden und orientieren sich dabei weniger an sorgfältigen Vergleichen als vielmehr an dem, was ihnen zuerst ins Auge fällt. Verpackung, Form und Präsenz im Regal beeinflussen die Kaufentscheidung unmerklich, insbesondere wenn Zeit und Aufmerksamkeit knapp sind. Kleine Designentscheidungen – die isoliert betrachtet kaum auffallen – können die Wertwahrnehmung maßgeblich beeinflussen. Ein aktueller Rechtsstreit im Gewürzregal verdeutlicht, wie folgenschwer diese Feinheiten sein können.

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stehen  McCormick & Company  und der kleinere Konkurrent  Watkins Incorporated . Watkins wirft McCormick vor, die Pfeffermenge in einer seiner beliebten Verpackungen – von etwa 225 Gramm auf knapp 170 Gramm – reduziert zu haben, während die äußere Verpackung weitgehend unverändert blieb. Dadurch, so Watkins, entstehe eine optische Kontinuität, die den Eindruck erwecken könnte, die gleiche Menge wie zuvor zu kaufen.