Ein düsteres Jubiläum und ein wachsender Skandal: FireAid, der Brand in Palisades und die Krise um Gavin Newsom

Ein Jahr nach dem verheerenden Palisades-Feuer, das Pacific Palisades und die umliegenden Gemeinden heimsuchte, sind die Wunden noch nicht verheilt – für viele Bewohner haben sie sich sogar vertieft. Der Jahrestag der Katastrophe war daher zwangsläufig emotional aufgeladen. Kaum jemand hatte jedoch damit gerechnet, dass er von einem brisanten Bericht überschattet werden würde, der ernsthafte Fragen zu FireAid aufwirft, einer öffentlichkeitswirksamen Hilfsaktion, die eng mit der kalifornischen Politik verbunden ist.

Für Gouverneur Gavin Newsom könnte der Zeitpunkt nicht ungünstiger sein.

Während die Überlebenden zusammenkommen, um der Toten zu gedenken, an das Verlorene zu erinnern und über das Trauma nachzudenken, das ihr Leben verändert hat, entfachen Vorwürfe der Misswirtschaft und des möglichen Betrugs im Zusammenhang mit den Hilfsgeldern für die Waldbrandopfer erneut die Wut, die nie wirklich verklungen ist. Die Erzählung, die Newsom aufrechtzuerhalten versucht hat – dass Kalifornien gelernt, sich angepasst und wiederaufgebaut hat – kollidiert nun frontal mit der Behauptung, dass die Opfer gleich zweimal im Stich gelassen wurden: zuerst durch eine vermeidbare Katastrophe und dann durch ein marodes Hilfssystem.

Zwei Gedenktage, eine gespaltene Realität