Eine Mutter aus Minneapolis ist tot, eine Kugel der Einwanderungsbehörde ICE traf sie in die Brust, und nun steht die Stadt in Flammen. Bundesbeamte sprechen von „inländischem Terrorismus“. Der Bürgermeister nennt es „Bullshit“. Die trauernde Mutter beteuert, ihre Tochter sei sanftmütig gewesen, verängstigt und habe nur versucht zu fliehen. Ein Video zeigt das Auto, den Beamten, die Schüsse und dann …
In den Tagen nach dem Attentat wurde Renee Nicole Goods Leben auf einen unscharfen Videoclip und ein politisches Schlachtfeld reduziert. Doch hinter den Schlagzeilen stand eine 37-jährige Frau, die Gedichte schrieb, nach eigener Aussage schlecht Gitarre spielte und einen kleinen Jungen ins Bett brachte, der nun beide Eltern verloren hat, bevor er die Grundschule abschließen konnte. Ihre Mutter erinnert sich an eine Tochter, die sich immer für die Pflegearbeit entschieden hatte, die mit ihrer Frau nach Minneapolis gezogen war, um sich ein friedlicheres Leben aufzubauen, nur um wenige Blocks von ihrem Zuhause entfernt in einem Kugelhagel und grellem Licht zu sterben.
