Die Vorstellung, dass Jimmy Kimmel sich vom Late-Night-Fernsehen verabschiedet, erscheint fast undenkbar, und doch seltsam stimmig. Nach 21 Jahren, in denen er die kulturelle Debatte von seinem Schreibtisch aus mitgestaltet hat, klingt seine Andeutung, dass „es genug zu sein scheint“, weniger nach Burnout als vielmehr nach Akzeptanz. Es ist der Tonfall eines Mannes, der den Gipfel erklommen, die Aussicht genossen hat und nun neugierig auf das ruhige Tal darunter ist. Dass er vom Kochen und Zeichnen spricht, anstatt von großen Projekten oder pompösen Finalen, verleiht seinem möglichen Abschied eine seltene Sanftheit in einer Branche, die vom Spektakel besessen ist.
