Der mit der Anklage gegen Maduro betraute Richter verfügt über eine lange und unabhängige Vergangenheit – einschließlich früherer Auseinandersetzungen mit der Trump-Regierung.

Der Bundesrichter, der den historischen Strafprozess gegen den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro leitet, ist mit juristischen Auseinandersetzungen, die die Grenzen der Exekutivgewalt, der nationalen Souveränität und der richterlichen Unabhängigkeit ausloten, bestens vertraut. US-Bezirksrichter Alvin K. Hellerstein, ein erfahrener Jurist im Südbezirk von New York, hat über zwei Jahrzehnte im Zentrum einiger der politisch brisantesten und juristisch komplexesten Fälle des US-Bundesgerichtssystems gestanden.

Während sich die weltweite Aufmerksamkeit nun auf Manhattan richtet, wo möglicherweise einer der folgenreichsten internationalen Strafprozesse stattfindet, der jemals in einem US-Gerichtssaal geführt wurde, wird Hellersteins juristische Laufbahn – einschließlich früherer Urteile, die ihn in Konflikt mit der Trump-Administration brachten – erneut unter die Lupe genommen.

Der Fall gegen Maduro und seine Frau Cilia Flores markiert einen beispiellosen Moment in der amerikanischen Rechtsgeschichte: die strafrechtliche Verfolgung eines festgenommenen ehemaligen Staatsoberhauptes wegen Verschwörung zum Drogenhandel, internationalen Drogenhandels und Zusammenarbeit mit als terroristisch eingestuften Organisationen. Im Zentrum steht ein Richter, dessen Karriere weniger von Ideologie als vielmehr von einem rigorosen Festhalten an Verfahrensregeln, Präzedenzfällen und der verfassungsmäßigen Gewaltenteilung geprägt ist.