Wenn dir das Schicksal eine Chance gibt

„Sir… darf ich mit Ihnen zu Mittag essen?“, fragte das barfüßige Mädchen schüchtern und wandte sich an den Millionär.

Ihre Stimme war leise und zitternd, aber in der stillen Atmosphäre des vornehmen Restaurants klang sie wie Donner vom klaren Himmel.

Richard Evans, ein prominenter Chicagoer Immobilienmagnat, ein grauhaariger Mann in den Sechzigern, saß allein an einem Tisch. Vor ihm lag ein saftiges Steak, gerade vom Kellner serviert. Er blickte auf und sah eine schmächtige Gestalt vor sich stehen.

Ein etwa elfjähriges Mädchen, barfuß, mit zerzaustem Haar und einem zerrissenen Kleid, blickte ihn mit großen Augen an, die von stillem Leid erfüllt waren.

Der Leiter der Halle bemerkte, was vor sich ging, und eilte hinein, doch Evans hielt ihn mit einer Handbewegung auf.

„Wie heißt du?“, fragte er leise.

„Emily“, flüsterte sie. „Ich habe seit Freitag nichts gegessen.“

Richard nickte dem Kellner zu:

– Gib ihr dasselbe, was du mir gegeben hast. Und ein Glas warme Milch.

Emily nahm das Besteck höflich entgegen, doch ihre Hände zitterten. Sie versuchte, die ersten Bissen langsam zu essen, als fürchte sie, man würde ihr das Essen wegnehmen. Doch schon bald überkam sie der Hunger, und sie stürzte sich gierig auf ihren Teller. Evans sagte kein Wort – er starrte sie nur an, versunken in Erinnerungen.

Schließlich hatte er selbst vor langer Zeit, vor vielen Jahren, hungrig in den Fenstern eines Restaurants gesessen und sich nach einem Stück Brot gesehnt. Er verlor seine Mutter mit acht Jahren, und sein Vater verschwand spurlos, sodass er auf sich allein gestellt war. Richard überlebte auf der Straße, schlief in Hauseingängen und sammelte Dosen.

Als Emily mit dem Essen fertig war, fragte er leise:

– Wo ist deine Familie?

Das Mädchen senkte den Blick.

„Mein Vater ist bei einem Sturz vom Dach ums Leben gekommen. Meine Mutter ist vor zwei Jahren weggegangen und nie wieder zurückgekommen. Ich habe bei meiner Großmutter gewohnt … aber sie ist letzte Woche gestorben.“

Ihre Stimme versagte, aber es waren keine Tränen darin zu hören. Es schien, als hätte sie sich alles herausgeweint.

Richard schwieg lange und spürte, wie der alte Schmerz in seinem Herzen wieder auflebte. Dann sah er ihr direkt in die Augen.

– Emily… möchtest du bei mir einziehen?

Das Mädchen blinzelte und konnte nicht glauben, was sie hörte.

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