Valérie Pécresse, sichtlich genervt, nannte Brigitte Macron unverblümt „Haufen von…“.

Valérie Pécresse hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer Symbolfigur der Politik entwickelt. Die ehemalige Universitätsdozentin ist nie um eine Antwort verlegen. Das hat sie in den Medien und sozialen Netzwerken immer wieder bewiesen. Man denke nur an ihre unverblümten Äußerungen über Brigitte Macron, die online für viel Gesprächsstoff sorgten . Mit Valérie legt man sich besser nicht an.

Die privilegierte Jugend des zukünftigen Politikers

Valérie Pécresse, geboren als Valérie Anne Emilie Roux in Neuilly-sur-Seine, verbrachte eine friedliche Kindheit. Ihr Vater, Dominique Roux, war Akademiker und Präsident von Bolloré Telecom. Ihr Großvater, Louis Bertagna , ist bekannt für seine Tätigkeit im Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. Er leitete unter anderem die Zeitung „Témoignage chrétien“ .

Valérie Pécresse verbrachte eine privilegierte, katholisch geprägte Jugend in Neuilly. Nach ihrem Schulabschluss perfektionierte sie als junge Frau in Tokio ihre Japanischkenntnisse. Nach Vorbereitungskursen an einer Privatschule in Versailles begann sie ihr Studium an der HEC Paris . Ende der 1980er-Jahre schloss sie ihr Studium ab und besuchte anschließend die ENA (École Nationale Supérieure de Administration). Ihr beruflicher Weg schien vorgezeichnet.

Valérie Pécresse: eine sehr anspruchsvolle berufliche Laufbahn

Nach ihrem Abschluss an der ENA (École Nationale de Administration) trat Valérie Pécresse direkt in den Staatsrat ein. Dies markierte ihren Einstieg in die Politik. Sechs Jahre lang lehrte sie am Pariser Institut für Politikwissenschaften (Sciences Po). Anschließend wurde sie Beraterin von Jacques Chirac, dem damaligen Präsidenten der Französischen Republik. Im Jahr 2002 übernahm Valérie Pécresse weitere Ämter und wurde Abgeordnete für das Département Yvelines.

Fünf Jahre später trat die Politikerin der Regierung von François Fillon unter Nicolas Sarkozy bei. Valérie Pécresse arbeitete erneut im Schatten eines Staatsoberhauptes. Doch nun war sie Ministerin. 2015 wurde Valérie Pécresse zur Präsidentin des Regionalrats der Île-de-France gewählt. 2021 wurde sie wiedergewählt. Zeugnisse einer anspruchsvollen Karriere.