Jessica Moretti tritt vor die Kameras

Freitagabend, vor der Staatsanwaltschaft in Sion: Jessica Moretti, 40, blickt in ein Blitzlichtgewitter. Mit zitternder Stimme sagt sie: „Das ist eine unvorstellbare Tragödie. Niemals hätten wir uns das erträumen können. In unserer Bar ist es passiert, und dafür möchte ich mich entschuldigen.“ Minutenlang ringt sie nach Worten, schluchzt, fasst sich ans Herz, entschuldigt sich bei „allen Eltern, die ihr Kind nicht mehr in den Arm schließen können“.
Sie beteuert, man habe „alle Auflagen eingehalten“ – Worte, die bei vielen wie Hohn klingen. Denn kaum ist ihr letzter Satz verklungen, folgt die erste wütende Reaktion.
Die Kamera schwenkt – eine Mutter aus Italien ergreift das Wort …
