„Schweinerei in Viechtach?“ – Veganer protestieren gegen geplantes Wettgrillen

Die vegane Gruppe „Vegan in Viechtach“ reagierte empört auf die Ankündigung des Grillfests. Für sie ist das Grillen ganzer Schweine ein Zeichen fehlender Ethik und Mitgefühl. Tierärztin Birgit Becker bringt es auf den Punkt: „Wir waren schockiert, dass so ein rückschrittliches Fest überhaupt in Erwägung gezogen wird.“

Die Aktivisten werfen der Stadt vor, Tierleid zur Unterhaltung zu machen – eine Inszenierung, die nicht mehr in die heutige Zeit passe. Besonders stößt ihnen auf, dass fühlende Lebewesen zur Schau gestellt und verbrannt werden sollen.

 

ürgermeister Wittmann bleibt trotz der Proteste gelassen. Er betont, dass niemand zum Fleischverzehr gezwungen werde. Es solle auch vegane Alternativen geben, doch die radikale Ablehnung des gesamten Events stößt bei ihm auf Unverständnis: „Ich esse auch mal vegetarisch – aber vegan? Nein.“

Sein Ziel sei, Gemeinschaft zu schaffen, nicht zu spalten. Dass die Aktivistinnen sein Angebot, bei der Gestaltung des Festes mitzuwirken, ablehnten, wertet er als Zeichen mangelnder Kompromissbereitschaft. „Essen ist individuell – und das soll auch so bleiben.“