Kommunikationsbeschränkungen gelockert
Diese jüngsten Demonstrationen – die vor etwas mehr als zwei Wochen aus Wut über die angeschlagene Wirtschaft Irans begannen – entwickelten sich schnell zu breiter angelegten Protesten gegen die Theokratie, insbesondere gegen den 86-jährigen Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei
Da das Internet im Iran weitgehend ausgefallen ist, gestaltet sich die Beobachtung der Demonstrationen aus dem Ausland zunehmend schwierig. Euronews konnte die Zahl der Todesopfer nicht unabhängig ermitteln. Die iranischen Behörden haben keine Gesamtzahlen zu den Opfern veröffentlicht.
Teheran lockerte am Dienstag erstmals seit Tagen einige Beschränkungen und erlaubte es den Bürgern, mit ihren Mobiltelefonen ins Ausland zu telefonieren. Der Empfang von Anrufen aus dem Ausland war jedoch weiterhin nicht möglich, und die Einschränkungen für Internetzugang und SMS blieben bestehen.
ARCHIVFOTO – Demonstranten nehmen am 10. Januar 2026 in Berlin an einer Demonstration zur Unterstützung der landesweiten Massenproteste im Iran gegen die Regierung teil.
ARCHIV – Demonstranten nehmen am 10. Januar 2026 in Berlin an einer Kundgebung zur Unterstützung der landesweiten Massenproteste im Iran gegen die Regierung teil. Ebrahim Noroozi/Copyright 2026 The AP. Alle Rechte vorbehalten.
Es war unklar, ob die Beschränkungen weiter gelockert würden, nachdem der Iran am späten Donnerstagabend sämtliche Kommunikationswege innerhalb des Landes und zur Außenwelt abgebrochen hatte.
Am Dienstag gaben Frankreich, Deutschland und die Niederlande bekannt, dass sie die iranischen Botschafter in ihren Ländern einbestellt haben, um die gewaltsame Niederschlagung der Demonstranten durch Teheran zu verurteilen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, die EU werde „zügig“ weitere Sanktionen gegen iranische Beamte wegen des Vorgehens gegen die Demonstranten vorschlagen.
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