Meine Mutter schüttelte den Kopf. “Das hat er nie gesagt. Nur, dass es wichtig ist. Dass sie wichtig sind.” Ihre Hand berührte kurz den kalten Metallkörper des neuen Gegenstands. “In der letzten Woche vor… vor seinem Tod war er wie verwandelt. Er hatte keine Angst mehr. Er war erfüllt von einer seltsamen Ruhe, als ob er endlich eine jahrzehntelange Last abgelegt hätte.”
Ich nahm den zweiten Gegenstand in die Hand. Die gleiche eisige Kälte. Die gleiche Flut von Erinnerungsfragmenten, die sich mir nicht erschlossen: mein Vater, wie er nachts am Fenster stand und den Himmel beobachtete; das Summen beider Objekte, die in einer Schublade lagen; das Gefühl von etwas Großem, Unvermeidlichem, das auf uns zukam.
Plötzlich verstand ich die Worte des Physikprofessors. “Weil es nicht existieren sollte.” Es war kein physikalisches Urteil. Es war eine Warnung vor der Wahrheit. Diese Dinge existierten außerhalb unseres Verständnisses, und indem man sie besaß, trat man in ihre Realität ein.
Der erste Gegenstand in meinem Zimmer rief mir nun leise, aber stetig ins Bewusstsein. Es war kein Geräusch, das man mit den Ohren hörte, sondern ein Impuls, eine Koordinate in meinem Geist. Nicht im Wald. Irgendwo anders. Irgendwo hoch oben.
Ich sah meine Mutter an und wusste, dass sie es auch spürte. Der Kreis hatte sich geschlossen. Die Suche war vorbei. Die Wartezeit hatte gerade erst begonnen.
