Mein Mann hat mich 50 Kilometer von zu Hause entfernt am Straßenrand ausgesetzt, aber eine alte Dame, die auf einer Bank saß, half mir dabei, ihn seine Entscheidung bereuen zu lassen.

Ich lernte ihn an einem sonnigen Samstag bei einem Grillfest kennen. Er hatte diesen natürlichen Charme, dieses Lächeln, das einem das Gefühl gab, auserwählt zu sein. Wir heirateten ganz unkompliziert, dann kamen unsere Töchter zur Welt: Camille, dann Jade. Und eine Zeit lang dachte ich, das sei das ganze Leben: ein bisschen müde, ein bisschen unvollkommen, aber wunderschön.

Doch nach Jades Geburt veränderte sich Antoine. Nicht plötzlich. Eher so, als würde ein Raum kalt werden.
Er fing an, mit mir zu reden, als wäre ich eine mittelmäßige Angestellte. Dann, als wäre ich ein Problem.

Die Bemerkungen wurden zu Sticheleien, die Sticheleien zu Vorwürfen, die Vorwürfe zu Demütigungen. Ich bewegte mich wie auf Eierschalen, überzeugt, dass er wieder der Mann werden würde, der er am Anfang gewesen war, wenn ich es „besser“ machte.

Eine Tankstelle, und das war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.