Im Gerichtssaal herrscht Stille, als das endgültige Urteil verkündet wird.

Doch das System ging seinen gewohnten Gang. Formulare wurden ausgefüllt, Schritte befolgt, Berufungen erwartet. Draußen wurde die Geschichte auf eine Textzeile reduziert, effizient und beinahe blutleer. In den Erinnerungen der Anwesenden jedoch bleibt der Moment ungelöst: ein Zusammenprall zwischen gerechter Verantwortung und der beunruhigenden Erkenntnis, dass selbst rechtmäßige Strafe niemals nur theoretischer Natur ist. Sie lebt im Atem, in zitternden Händen, im leisen Aufprall eines Körpers, der endlich begreift, was das Gesetz entschieden hat.