Haben Sie jemals Ihren Lieblingspullover herausgeholt und gedacht, er hätte seinen Glanz verloren? Diese kleinen Knötchen, die wie von Zauberhand auftauchen, erwecken manchmal den Eindruck, das Kleidungsstück sei zu schnell gealtert. Doch dieses Phänomen betrifft fast jede Garderobe, selbst die sorgfältig zusammengestellte. Die gute Nachricht: Zu verstehen, was hinter diesen Knötchen steckt, ist schon ein großer Schritt hin zu Wollpullovern, die Saison für Saison stilvoll und kuschelig bleiben.
Warum neigen Wollpullover so leicht zum Pilling?
Bevor wir zu einer Wunderlösung greifen, sollten wir uns einen Moment Zeit nehmen, um das Phänomen zu verstehen. Pilling ist weder ein Herstellungsfehler noch ein Zeichen von Vernachlässigung; es ist schlicht die natürliche Reaktion der Fasern. Wolle besteht, wie Kaschmir, aus feinen, geschmeidigen Fasern, die sich verschieben. Durch Reibung – an einem Mantel, einer Handtasche oder sogar einem Stuhl – steigen einige Fasern an die Oberfläche und verhaken sich, wodurch die bekannten kleinen Knötchen entstehen.
Ein weiterer oft missverstandener Punkt: Je feiner und weicher eine Faser ist, desto anfälliger ist sie für Pilling. Paradoxerweise kann ein weicher, hochwertiger Pullover stärker fusseln als ein steiferer. Auch das Waschen spielt eine entscheidende Rolle: Wasser, die Trommelbewegungen und der Kontakt mit anderen Kleidungsstücken verstärken diese mikroskopisch kleinen Reibungspunkte, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind – bis sie schließlich sichtbar werden.
