2.
Ein einfaches, ausgesprochen aromatisches Pastagericht, das mit wenigen Zutaten in kurzer Zeit entsteht: hochwertiger Thunfisch aus der Dose trifft auf al dente Pasta, frische Kräuter, Zitronenfrische und eine samtige Emulsion aus Pastawassser, Olivenöl und Knoblauch. Ideal als leichtes Mittag- oder Abendessen, das durch kleine Details (Röstzwiebel, Kapern, Chili, geröstete Pinienkerne) in Richtung Gourmetgericht wächst.
Zutaten (für 4 Personen)
400 g Pasta (250–300 g Spaghetti oder 400 g Fusilli/Rotorini, je nach Vorliebe)
2–3 Dosen hochwertiger Thunfisch in Olivenöl oder in Wasser (je 150–200 g Abtropfgewicht)
4 EL natives Olivenöl extra (plus 1–2 EL zum Abschmecken)
2 mittelgroße Schalotten oder 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
3–4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
1 unbehandelte Zitrone (Abrieb und Saft)
2–3 EL Kapern (optional, abgespült) oder 1 EL gehackte Cornichons für Säurealternative
1 TL rote Chiliflocken (optional, für Schärfe)
4 EL frisch gehackte Petersilie (glatt) oder eine Mischung Petersilie/Basilikum
50 g geröstete Pinienkerne oder grob gehackte Walnüsse (optional)
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Frisch geriebener Pecorino oder Parmigiano (nach Belieben)
Ca. 200–250 ml Pastawasser (während des Kochens zurückbehalten)
Vorbereitungszeit & Garzeit
Vorbereitung: 10–15 Minuten
Kochzeit (Pasta): 8–12 Minuten je nach Sorte + Fertigstellung in der Pfanne: 3–5 Minuten
Gesamt: ca. 25–30 Minuten
Zubereitung — Schritt für Schritt (professionell ausgeführt)
1) Wasser und Pasta vorbereiten
Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen. Pro Liter Wasser ca. 10 g Salz verwenden (das Wasser soll deutlich salzig schmecken).
Wasser einmal kräftig aufkochen lassen und die Pasta hineingeben. Die auf der Packung angegebene Kochzeit als Richtwert nehmen, die Pasta aber 1–2 Minuten weniger gar kochen, da sie später in der Pfanne fertigzieht (al dente).
Vor dem Abgießen 200–250 ml Kochwasser abnehmen und beiseitestellen.
2) Aromengrundlage anfertigen
Während die Pasta kocht, in einer großen, tiefen Pfanne 3 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen.
Schalotten/Zwiebel fein würfeln und langsam glasig (nicht braun) anschwitzen – das dauert 4–6 Minuten. Durch langsames Garen wird die Süße der Zwiebel freigesetzt.
Knoblauch und (falls verwendet) Chiliflocken zugeben und 30–45 Sekunden mitrösten, bis der Knoblauch duftet. Aufpassen, dass er nicht verbrennt, sonst wird er bitter.
3) Thunfisch vorbereiten und integrieren
Die Thunfischdosen öffnen, das Öl (oder Wasser) abgießen, den Fisch mit einer Gabel leicht zerpflücken. Wenn Thunfisch in Olivenöl verwendet wird, kann ein Teil des Öls für mehr Geschmack zurückgegeben werden (max. 1 EL).
Den Thunfisch in die Pfanne zu den Zwiebeln geben, kurz erwärmen (1–2 Minuten) und vorsichtig umrühren — es soll kein feines Mus entstehen, sondern zarte Stücke bleiben.
Kapern (abgespült) und Zitronenabrieb hinzufügen; kurz mitrösten, dann die Pfanne vom Herd nehmen.
4) Sauce emulgieren und Pasta vollenden
Pasta abgießen, dabei das beiseitegestellte Kochwasser bereithalten. Pasta direkt in die Pfanne geben oder in eine große Servierschüssel.
3–4 EL des heißen Pastawassers und 1–2 EL Olivenöl zur Pfanne geben. Mit einer Holzkelle oder Zange die Pasta und die Thunfischmischung kräftig schwenken / mischen, bis eine seidige Emulsion entsteht, die die Nudeln überzieht. Eventuell mehr Pastawasser hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Zitronensaft nach Geschmack einrühren (1–2 EL, probieren) und mit Salz sowie frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Die Säure der Zitrone hebt den Thunfischgeschmack und sorgt für Frische.
5) Finish und Anrichten
Gehackte Petersilie und geröstete Pinienkerne unterheben.
Auf vorgewärmten Tellern anrichten, optional mit frisch geriebenem Pecorino/Parmesan bestreuen und einen Tropfen exzellenten Olivenöls darüber geben.
Sofort servieren, damit die Pasta ihre perfekte Textur behält.
Variationen & Profi-Optionen
Tomatenfrische Variante: 200 g halbgetrocknete Tomaten (in Streifen) oder 2–3 reife Tomaten (gewürfelt) kurz am Ende untermischen.
Kräuterboost: Statt nur Petersilie eine Mischung aus Petersilie, Basilikum und Dill verwenden. Dill passt besonders gut zu Thunfisch.
Fischige Intensität: Für kräftigeren Geschmack 1–2 EL anchovisfreie Fischpaste (oder ein kleines Stück Sardelle, fein gehackt) mit den Zwiebeln anschwitzen.
Cremige Note: 2–3 EL Mascarpone oder 50 g Frischkäse unterrühren für eine samtigere Sauce (nicht nötig, schmeckt aber sehr reichhaltig).
Low-FODMAP / Knoblauchfrei: Knoblauchöl verwenden oder Knoblauch weglassen und stattdessen Schnittlauch für Aroma nutzen.
Einkaufstipps / Qualitätsmerkmale
Thunfisch: Auf die Herkunft achten (z. B. Skipjack oder Bonito; nachhaltige Zertifikate wie MSC sind vorteilhaft). Thunfisch in Olivenöl hat oft mehr Geschmack; in Wasser ist vielseitiger.
Pasta: Bronzegezogen und aus Hartweizengrieß für bessere Saucenhaftung. Für dieses Gericht funktionieren sowohl lange (Spaghetti) als auch kurze gedrehte Formen (Fusilli) sehr gut.
Olivenöl: Ein gutes natives Olivenöl extra macht hier einen großen Unterschied; am Ende einen Löffel davon frisch zugeben.
Serviervorschläge & Begleitung
Als Beilage: ein einfacher grüner Salat (Rucola, Babyspinat, Zitronen-Dressing) oder gegrilltes Gemüse.
Getränk: Mineralwasser mit Zitrone, Kräutertee oder für Gäste ein trockener, frischer Weißwein (z. B. Sauvignon Blanc) — falls Alkohol vermieden werden soll, Mineralwasser oder ein spritziger alkoholfreier Weißwein.
Als Menü: Vorher eine leichte Suppe (z. B. Gemüsesuppe), danach ein leichter Sorbet zum Abschluss.
Lagerung & Reste
Reste innerhalb von 1–2 Tagen im Kühlschrank bewahren. In luftdichtem Behälter T.ippe-n Sie auf das Foto, um das volls-tändige Rezept anzu-zeigen
