Alzheimer: Ein Medikament zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs?

Wer sich intensiv mit der Alzheimer-Krankheit und ihren Mechanismen auseinandersetzt, kennt die Amyloid-Plaques, die vermutlich für den Abbau von Gehirnzellen verantwortlich sind. Zahlreiche Forschungsteams arbeiten daran, das Molekül zu finden, das diesem Phänomen entgegenwirken könnte. Allein in Frankreich sind 900.000 Menschen von dieser degenerativen Erkrankung betroffen.

Eine neue Studie, veröffentlicht im „ Journal of Experimental Medicine“ , weckt Hoffnung. Forscher der University of Southern California testeten ein ursprünglich zur Schlaganfallbehandlung entwickeltes Medikament namens 3K3A-APC an Mäusen mit Genmutationen, die für hohe Beta-Amyloid-Werte verantwortlich sind und somit auf einen potenziellen zukünftigen Patienten hinweisen. Bei diesen Tieren reduzierte das Molekül die Ansammlung toxischer Proteine ​​im Gehirn. Die Wissenschaftler beobachteten zudem eine normale Hirndurchblutung und geringere Gedächtnisstörungen. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass der optimale Zeitpunkt für die Behandlung der Erkrankung im Frühstadium liegt, bevor sich Beta-Amyloid-Plaques flächendeckend bilden“, erklären die Forscher.

Könnte 3K3A-APC eine wirksame Behandlung gegen Beta-Amyloid im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit beim Menschen sein? Das hofft jedenfalls das Wissenschaftlerteam. Bevor jedoch klinische Studien am Menschen in Betracht gezogen werden können, muss dieses experimentelle Medikament noch an anderen Tieren getestet werden.