Das Ehepaar, das die Bar Le Constellation betrieb, die in der Silvesternacht in Crans-Montana niederbrannte, wurde am Freitag, dem 9. Januar 2026, von den Schweizer Behörden vernommen. Der Ehemann wurde nach dieser Vernehmung in Untersuchungshaft genommen.
Gut eine Woche nach dem Unglück in Crans-Montana, bei dem rund 40 Menschen, darunter die Hälfte Minderjährige, ums Leben kamen und 116 weitere, viele davon schwer verbrannt, verletzt wurden, mehren sich die Zweifel an der Einhaltung der Sicherheitsstandards. Mehrere Zeugenaussagen und Enthüllungen deuten auf Mängel hin.
Die Schweizer Behörden leiteten am Samstag, dem 3. Januar, Ermittlungen gegen Jacques und Jessica Moretti, die beiden französischen Geschäftsführer der Bar „Constellation“, in der das Feuer ausbrach, ein. Ihnen wurde fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen, sie wurden jedoch zunächst freigelassen. Diese Entscheidung stieß bei mehreren Rechtsexperten auf Unverständnis. Einige äußerten Bedenken hinsichtlich der Gefahr von Beweismittelvernichtung oder Absprachen in der geschlossenen Umgebung eines Skigebiets.
