Manchmal schlägt das Leben unerwartet zu, wie ein plötzlicher Windstoß, der alles hinwegfegt. Ein gewöhnlicher Moment, dann ein Ereignis, das den Lauf der Dinge für immer verändert. An jenem Abend hätte niemand ahnen können, dass eine einfache, fast instinktive, beschützende Geste ein Band knüpfen würde, das stärker ist als alles andere. Was wäre, wenn die schönsten Geschichten nicht immer mit einem perfekten Plan beginnen, sondern mit einer unerwarteten Begegnung, genau in dem Moment, in dem wir uns am verletzlichsten fühlen?
Eine Nacht, die einen ohnehin schon geplagten Mann verändert

Thomas war 32 Jahre alt und durchlebte eine schwere Zeit. Der plötzliche Verlust seiner Familie einige Jahre zuvor hatte ihn noch immer gezeichnet. Eines Winterabends, als er zu einem Einsatz in einem verlassenen Gebäude gerufen wurde, entdeckte er eine gebrechliche junge Frau und, was noch viel wichtiger war, ein zitterndes, verlassenes Baby von nur wenigen Monaten. Beim Anblick dieses winzigen, spärlich bekleideten und sichtlich erschöpften Kindes zerbrach etwas in ihm. Ohne nachzudenken, zog Thomas seine Jacke aus und hüllte das Baby eng ein, wie man eine flackernde Flamme vor dem Wind schützen würde.
In diesem Augenblick ging es nicht mehr um Arbeit oder Verfahrensweisen. Es ging um Menschlichkeit. Und vielleicht, ohne es damals schon zu ahnen, um eine unerwartete zweite Chance .
